Anreizsysteme & Neuroleadership

Möchte man das Verhalten oder Handeln von Menschen beeinflussen, sollte man sich klar sein, dass Verhalten nicht steuerbar ist. Dennoch macht es Sinn sich wissenschaftliche Verhaltens- und Motivationsmodelle anzusehen, um einen positiven Einfluss zumindest anregen zu können.

Die Theorie des geplanten Verhaltens geht davon aus, dass Personen motiviert sind, Bestrafungen zu vermeiden und Belohnungen anzustreben. Ein Verhalten würde somit den antizipierten Konsequenzen abhängen. Hierzu bilanziert die Person die positiven und negativen Konsequenzen und wählt auf dieser Basis seine Handlungsmöglichkeit.

 

Weitere Modelle zum Verhalten, Handeln und Motivation zeigen auf, dass es noch tiefergehende bewusste und unbewusste Aspekte wie Motive, Interessen, Werte, Bedürfnisse, Ziele zu berücksichtigen gibt.

Somit gilt es, möchte man in einer Organisation ein Anreiz- und Belohnungssystems gestalten, sowohl die Bedürfnisse und Ziele der Organisation als auch die des Mitarbeiters zu berücksichtigen. Es müssen also physiologische, psychologische (neurobiologische), soziale und technisch-organisatorischen Grundlagen berücksichtigt werden.

Die übergeordnete Zielsetzung eines Anreiz- und Belohnungskonzeptes stellt folgende Abbildung dar:
Wissenswertes

Anreiz und Belohnung

Belohnung aus psychischer Perspektive

Die Bedürfnishierarchie von Maslow unterscheidet grundsätzlich in Defizit- bzw. Mangelmotive und in Wachstumsmotive. Die Defizitmotive sind biologisch physiologische Bedürfnisse, Sicherheit, soziale Motive, Ich-Motive und als Wachstumsbedürfnis die Selbstverwirklichung. Nach einem anderen Modell des psychischen Geschehens gibt es psychologische Grundbedürfnisse die erfüllt sein müssen, um eine positive Befriedigung zu erlangen

  • das Bedürfnis nach Lustgewinnung bzw. Unlustvermeidung

  • Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle,

  • Bedürfnis nach Bindung und das

  • Bedürfnis nach Selbstwertschutz bzw- Selbstwerterhöhung

Neuroleadership

Von Bedeutung für die Mitarbeiterführung aus theoretischer Sicht sind die Erkenntnisse aus dem Bereich der neurowissenschaftlichen Anwendungsfelder (Neuroleadership).

In dieser jungen Wissenschaft geht es um die Schaffung „gehirngerechter“ Strukturen, Prozesse, Arbeitstätigkeiten und Beziehungen um eine optimale Stimulation des Gehirns in Richtung Motivation, Leistung und Gesundheit zu ermöglichen.

Wissenswertes

Belohnung aus neurophysiologischer Perspektive

Die Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Endorphine gelten als „Trio der Glückssubstanzen“, somit gelten diese drei Substanzen als Hauptträger des menschlichen Belohnungssystems.

Man kann somit konstatieren, dass das Gehirn Teile und Strukturen beinhaltet, welche als „Lustzentrum“, aus forschungstheoretischer Sicht als Belohnungszentrum oder Verstärkerzentrum bezeichnet werden können. Neben dem Vermitteln der hedonistischen Wirkung einer Belohnung (dem Mögen – liking), spielt es auch eine gewichtige Rolle bei der Verfolgung belohnungsversprechender Ziele (dem Verlangen nach Glück – wanting) und ist somit für ein betriebliches Belohnungssystem von elementarer Bedeutung.

Erfolg und Erfolgserwartung sind eine treibende Kraft des Glückserlebens. Sie gehen mit hohen Dopaminfreisetzungen einher, die über Hypothalamus und Hypophyse die Hormonausschüttungen des Körpers beeinflussen. Somit beeinflusst das Gehirn das Hormonsystem, dieses wiederum wirkt auf das Gehirn zurück. Auch das wichtige FLOW-Erleben kann neurobiologisch erklärt werden. Der Flow-Zustand entspricht auf physiologischer Ebene einer Kohärenz zwischen somatischen und psychischen Faktoren. Herzrate, Atmung und Blutdruck werden synchronisiert, das limbische System und der Neokortex versetzen uns in einen angstfreien, aufmerksam-fokussierten Zustand produktiver Harmonie. Dies entspricht einem autotelischen Zustand (das Ziel der Tätigkeit ist die Tätigkeit selbst), der unseren Fähigkeiten insofern entspricht, so das wir weder unter- noch überfordert sind.

Es wurden fünf relevante Dimensionen identifiziert (SCARF – Modell)
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